Etappe 1: Sarria → Portomarín

Die Pilgertaufe. Vom Team der Señarís Burger Bar.

Karte der Route von Sarria nach Portomarín mit Sehenswürdigkeiten
22 km

Distanz

5-6 Std.

Geschätzte Zeit

Mittel

Schwierigkeit

~300m

Anstieg

~400m

Abstieg

Tageszusammenfassung: Jetzt geht's zur Sache!

Willkommen zu deinem ersten richtigen Tag! Heute lässt du die Vorbereitungen hinter dir und tauchst voll in die Magie des Weges ein. Die Route von Sarria führt dich durch das authentischste Galicien: eine sanfte Landschaft aus grünen Hügeln, üppigen Wäldern und kleinen Steindörfern, die wie aus der Zeit gefallen wirken. Nach dem, was uns die Pilger erzählen, die hier für ihr letztes Sandwich anhalten, ist dies eine der beliebtesten Etappen. Sie ist relativ einfach und die Landschaften, besonders wenn man den Fluss Miño in der Ferne zu sehen beginnt, werden dir in Erinnerung bleiben.

Sehenswürdigkeiten (und ein ehrliches Geständnis)

Hier kommt unser Geständnis: Es ist schon viele Jahre her, dass wir den Weg selbst gegangen sind (wir müssen ja die Hypothek für die Bar abbezahlen, hahaha!). Deshalb werden wir dir hier nicht unzählige Fotos von jeder Kirche und jeder Brücke zeigen. Erstens, weil wir nicht verklagt werden wollen, weil wir fremde Fotos verwenden und unser Laden dichtgemacht wird. Und zweitens, weil wir finden, dass es viel aufregender ist, wenn du sie mit eigenen Augen entdeckst. Aber wir verraten dir, was du auf keinen Fall verpassen solltest. Schreib mit!

  • Die Altstadt von Sarria: Nimm dir vor dem Start ein paar Minuten Zeit. Die Steingassen und die mittelalterliche Atmosphäre sind das perfekte Startsignal.
  • Der 100-km-Meilenstein: Der Fotomoment des Tages! Du wirst den Meilenstein finden, der die letzten 100 km bis Santiago markiert. Ein unglaublicher Moralschub.
  • Kirche San Silvestre: Ein kleiner romanischer Schatz aus dem 12. Jahrhundert, den du unterwegs finden wirst.
  • Der Fluss Miño: Der Vorbote deines Ziels. Seine Schönheit wird dir Kraft für die letzte Anstrengung des Tages geben.
  • Die Treppe von Portomarín: Der letzte Anstieg in die Stadt. Nimm es gelassen, das ist der "Endgegner" der Etappe.
  • Kirche San Nicolás in Portomarín: Eine beeindruckende Kirchenfestung mit einer unglaublichen Geschichte: Sie wurde Stein für Stein versetzt, um sie in den 60er Jahren vor der Überflutung durch den Stausee zu retten.

Überlebenstipps für den ersten Tag

Der wichtigste Tipp: Der "Plan B" für die Unterkunft

Wie wir dich in Etappe 0 gewarnt haben, ist der Weg überfüllt. Wenn du in Portomarín ankommst und die öffentliche Herberge voll ist, keine Panik! Du bist gezwungen weiterzugehen, aber es gibt Optionen. Nahegelegene Orte wie **Gonzar** oder **Castromaior** haben Herbergen. Sie sind nicht groß, können aber deine Rettung sein. Ideal ist es, ihre Telefonnummern parat zu haben oder in den Bars von Portomarín zu fragen, es gibt immer jemanden, der weiß, wo noch ein Bett frei ist.

Weitere Tipps, um den ersten Tag zu überleben:

  • Früh aufstehen, aber nicht mitten in der Nacht: Früh loszugehen hilft dir, die Mittagshitze zu vermeiden, aber du musst nicht im Dunkeln starten.
  • Im "Oma-Tempo": Beginne langsam. Dein Körper muss sich erst gewöhnen. Die ersten Kilometer sind kein Rennen.
  • Stempeln, stempeln, stempeln!: Denk an deine zwei täglichen Stempel. In der Aufregung des ersten Tages vergisst man das leicht.
  • Probier den "Aguardiente": Wenn du dich traust, probier auf dem Platz von Portomarín einen Schluck Aguardiente (Tresterbrand). Das ist das lokale Getränk, aber Vorsicht, der "kratzt" ganz schön!